Galerie Horst Schwab

Malerei · Grafik · Plastik

Horst
Schwab

1935 – 2017

Meer2005
Schwarz-Weiß-Foto von Horst Schwab vor einer Wand, das Gesicht halb im Licht, halb im Schatten; daneben fällt sein Schatten im Profil auf die Wand. Rechts unten ein Gedicht in seiner Handschrift: „Die Schatten länger / Die Fragen vielfältiger – / woher / Kommen mir / echte Antworten? / Der Wunsch wächst, / Unwesentliches / Wegzulassen.“ Unterschrift: H. Schwab
Horst Schwab · Gedicht in eigener Handschrift · Foto: Hartmut Frien

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Horst Schwab 1935 – 2017

Horst Schwab wurde 1935 in Kirchheimbolanden geboren und wuchs auf dem Weierhof in der Gemeinde Bolanden auf. 1955 legte er in Kirchheimbolanden das Abitur ab. Von 1956 bis 1960 studierte er an der Universität und der Landeskunstschule in Mainz Kunst und Germanistik; 1961 schloss er sein Studium mit dem zweiten Staatsexamen ab.

Von 1961 bis 1966 unterrichtete er als Lehrer in Kirchheimbolanden, von 1966 bis 1995 am Gymnasium in Kusel. Seine Schüler nannten ihn „Schwablo Picasso“. Neben dem Unterricht entstand über Jahrzehnte ein umfangreiches Werk aus Malerei, Grafik, Collage, Plastik und Glasfenstern. Als Lehrer und Kollege prägte er über Jahrzehnte die Pfälzer Kunstszene.

Für sein Schaffen erhielt er 1973 den Pfalzpreis für Malerei, 1980 den ersten Preis im Gestaltungswettbewerb für die Peter-Altmeier-Gedenkstätte in Koblenz und 1994 die Picasso-Medaille, den Preis der Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde. 2015 veröffentlichte er eine Sammlung von Gedichten in Pfälzer Mundart, „Ich unn moi Fraa und andere Gedichte“, mit eigenen Zeichnungen illustriert.

Horst Schwab starb am 31. Juli 2017 in Kusel.

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Lebensstationen

  1. 1935

    Geboren in Kirchheimbolanden; Kindheit und Jugend auf dem Weierhof (Bolanden)

  2. 1955

    Abitur in Kirchheimbolanden

  3. 1956–1960

    Studium der Kunst und Germanistik in Mainz

  4. 1961

    Zweites Staatsexamen in Mainz

  5. 1961–1966

    Lehrer in Kirchheimbolanden

  6. 1966–1995

    Lehrer am Gymnasium Kusel

  7. 1973

    Pfalzpreis für Malerei

  8. 1980

    1. Preis im Gestaltungswettbewerb der Peter-Altmeier-Gedenkstätte Koblenz

  9. 1994

    Picasso-Medaille der Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde

  10. 2015

    Veröffentlichung der Gedichtsammlung „Ich unn moi Fraa und andere Gedichte“

  11. 2017

    Gestorben am 31. Juli in Kusel

Die Figur und die Linie

Horst Schwab – Zwei Frauen, 2005
Zwei Frauen 2005 · Mischtechnik · 65 × 50 cm

Horst Schwab arbeitete in Malerei, Grafik und Collage ebenso wie in Holz und Bronze, schuf Glasfenster und schrieb Gedichte. Seine Kunst steht dem Expressionismus nahe: Sie lebt von kraftvoller Abstraktion, von Farbflächen und der Lust am Experiment, bleibt dabei aber ruhig und meditativ und verzichtet auf jede Effekthascherei.

Im Zentrum steht die menschliche Figur: einzelne Gestalten, Figurengruppen, Beziehungen, Torsi. In den „Urmüttern“ verschmelzen Landschaft und Figur. Schwab arbeitete ohne festes Konzept, aus dem Prozess heraus; die Linie deutet den Körper an, statt ihn auszuführen. In den 1970er und 1980er Jahren entstanden grafische und experimentelle Mischtechniken, später verwendete er Elemente früherer Blätter als „Bildbausteine“ für neue Collagen.

"Die Bildsprache des Expressionismus ist nie fern — doch hängt über diesen malerischen Welten eine auffällige Stille." — Thomas Behnke, Die Rheinpfalz, 2019

Arbeiten im öffentlichen Raum

  • Chorfenster, Evangelische Kirche Altenglan
  • Tauffenster, Martinskirche Nanzdietschweiler
  • Peter-Altmeier-Gedenkstätte KoblenzPeter-Altmeier-Gedenkstätte KoblenzFoto: Holger Weinandt, CC BY-SA 3.0 DE
  • Holzplastik „Hoffnungsgruppe“, Gemeinschaftshaus Leltschizy (Belarus)

Symposien

  • 2002 Yggdrasill Holzbildhauerei, Schweisweiler
  • 2006 Kunst im Grünen, Reipoltskirchen
  • 2009 Mysterium Königsberg, Heimschuh (Kärnten)

Mitgliedschaften

  • apk (Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler)
  • BBK Rheinland-Pfalz
  • BDK
  • Kunstverein Neustadt/Weinstraße
  • Kunstkreis Kusel
  • Mach-Art (Schweisweiler)

Ausstellungen (Auswahl)

Aktuell & demnächst

DemnächstAktuell

Kaiserslautern

ab 13. November 2026

Eine Ausstellung mit Werken von Horst Schwab in Kaiserslautern. Nähere Informationen zu Ort und Öffnungszeiten folgen in Kürze.

Dauerausstellung

Rathaus Kusel

seit 16. September 2023

Im Rathaus Kusel zeigt eine Dauerausstellung Malerei, Grafik und Plastik von Horst Schwab – einen Querschnitt durch sechs Schaffensdekaden.

Einzelausstellungen (Auswahl)

  1. 2023Kusel, Rathaus (Dauerausstellung)
  2. 2019Rockenhausen, Museum Pachen, „Vermächtnis: Figur“
  3. 2015Waldmohr
  4. 2011Kusel, Rathaus
  5. 2010Nohfelden, Bosener Mühle, „Vom Wandel der Bilder – Collagen“
  6. 2004Dahn, Kreisgalerie
  7. 2001Unkenbach, Künstlerhof
  8. 2000Kusel, Stadt- und Heimatmuseum
  9. 1998Dahn, Altes Rathaus; Zweibrücken, Maison Charme
  10. 1996Schifferstadt, Altes Rathaus
  11. 1995Neustadt/Weinstraße, Villa Böhm, und Rockenhausen, Kahnweiler-Haus (jeweils zum 60. Geburtstag)
  12. 1994Burg Lichtenberg (VPK-Kunstpreis)
  13. 1993Landstuhl, Galerie Naffouj
  14. 1990Langwedel, Galerie Uhlenberg
  15. 1986Lambsheim
  16. 1983Pirmasens; Heidelberg, Galerie Melnikow
  17. 1979Waldmohr
  18. 1974Landstuhl, Galerie Naffouj
  19. 1972Saarbrücken, Galerie Elitzer

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Arbeiten von Horst Schwab waren unter anderem in der Pfalzgalerie Kaiserslautern (1970, 1978, 1987, 1988, 1991, 1993, 2002), in den Landeskunstausstellungen Mainz 1969 und Koblenz 1973, im Landtag Mainz (1983, 1996), in der Stadtgalerie Mainz 1993, im Göcsej-Museum in Zalaegerszeg (Ungarn) 1992, in Toucy (Frankreich) 1980, in der Galerie Reichert in Karlsruhe 2012/13 sowie im Herrenhof Neustadt-Mußbach zu sehen, dort unter anderem 2019 als Preisträger der Picasso-Medaille.

Horst Schwab – Werk in Bewegung

Trailer der Galerie0:33

Kurzfilm mit Musik und ohne Sprache: Collagen, Zeichnungen und goldfarben gefasste Plastiken von Horst Schwab in Bewegung, dazwischen Schriftzüge wie „Horst Schwab“ und „Farbe“; am Ende der Titel „Horst Schwab · 1935–2017 · Malerei · Grafik · Plastik · Galerie Horst Schwab“.

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